Sonntag, 13. März 2011
Mein erster Downtown-Besuch
mrzwerg, 21:53h
Ist zwar schon zwei Wochen her, ich werde trotzdem ein bisschen davon berichten.
(Bilder einfügen = zu viel Aufwand *g*, darum so: https://picasaweb.google.com/MrZwerg/Downtown?authkey=Gv1sRgCMiun5CFlc_-Jw#)
Vor besagten zwei Wochen habe ich mich das erste Mal Richtung Downtown aufgemacht um mir eine Sprachschule anzuschauen. Dahin gekommen bin ich mit der Light Rail. Diese ist zu vergleichen mit deutschen Straßenbahnen. Allerdings fährt sie zum Großteil auf Stelzen, sodass man sogar eine schöne Aussicht hat. Die Fahrt von meiner Haltestelle bis zum Ende dauert etwa 30Minuten aber die Fahrt kostet gerade einmal 4Yuan (Das sind keine 50cent). Der einzige Nachteil der Bahn ist, dass sie tatsächlich an die Chinesen angepasst ist. D.h. dass die Gewölbte Decke lediglich in der Mitte um die 2,05m oder so hoch ist. Mit Schuhen kann ich auf jeden Fall nicht komplett aufrecht stehen. Stehen muss man aber leider meistens, da die Sitzplätze relativ begrenzt sind und die Bahn stark befahren ist und meine Haltestelle in der Mitte der Strecke ist. In die andere Richtung bin ich noch nicht gefahren, werde ich aber im Sommer wohl mal machen, da dort ein sehr schöner Strand sein soll.
Zurück zu Downtown: Vorher dachte ich DDA (Dalian Development Area), der Teil wo ich wohne, wäre groß, doch da hab ich gesehen wie man sich irren kann. Der eigentliche Stadtkern ist gewaltig. Leider ist es aber auch verdammt schwer sich zurechtzufinden, wenn man kein chinesisch spricht. Für einen Weg der eigentlich 10-15min dauern soll habe ich auf dem Hinweg bestimmt 40min und sogar auf dem Rückweg über eine Stunde gebraucht. Schon doof, wenn man durch einen kleinen Tunnel unter der Bahn hermuss, aber niemandem begreiflich machen kann, dass man auf die andere Seite der Gleise will. Einzig logische Konsequenz: Außen rum. Endlich auf der anderen Seite angekommen wusste ich leider auch nicht weiter. Google Maps hat mir leider nicht den richtigen Standpunkt meines Ziels angezeigt so bin ich erst einmal falsch gelaufen.
Naja, nach längerem Suchen und vielen vergeblichen Versuchen mit Chinesen zu kommunizieren hab ich es schließlich doch gefunden. Das Gebäude war ganz schön imposant. Ich rein und ab zum Aufzug. Acht Stück oder so gab es. Als endlich einer ankam bin ich sofort rein und war ziemlich verdutzt. Ich wollte hoch, sehr hoch… komisch… die Schalttafel ging nur bis 29. Hmm, was ist jetzt passiert? Bin ich doch im falschen Gebäude? Zum Glück bin ich wieder rausgekommen. Und dann wurde es mir klar. Bei so einem Gebäude gibt es „natürlich“ verschiedene Aufzüge. Ein paar von 2-29 und ein paar von 30-ich weiß nicht mehr. Noch imposanter als das Gebäude war aber dann schließlich die Aussicht aus dem 52OG. Ich dachte mit meinen 30 Stockwerken zuhause wäre ich hoch, doch die 22 Geschosse mehr machten sich doch deutlicher bemerkbar als gedacht. Leider konnte ich von der Aussicht nicht viel genießen, da direkt das „Geschäftliche“ rief. Alles erklären lassen, ein bisschen verhandelt und mit den Worten „I will consider it“ wieder gegangen.
(Passt nicht ganz hier hin, aber trotzdem an dieser Stelle: Hier kann man gut sehen, dass die Chinesen sehr viel und immer verhandeln. Dies wurde mir heute noch einmal von einer Chinesin bestätigt, die eine Schuhreperatur von 20 auf 10 runtergehandelt hat und mir dann sagte, dass Businessmen IMMER handeln um auf jeden Fall den Deal zu bekommen. Auf jeden Fall sollte der Sprachkurs zunächst 130/h kosten. Nach mehrmaligem Nachfragen gab es denn einen Firmenrabatt von 10/h… Hab ich gesagt, dass wäre mir immernoch zu viel. Irgendwann machte sie mir das Angebot 100/h wenn ich 100 Stunden machen würde. Habe ich ihr gesagt, dass ich nicht lang genug hier wäre um 100h wahrzunehmen. Als Ergebnis hat sie mir dann schließlich die 100/h auch für das 50h Paket angeboten.)
Der Rückweg war auch ziemlich interessant. Den Tunnel unter der Bahn her hab ich zwar wieder nicht gefunden, dafür ein paar interessante Seiten von Dalian entdeckt wie ich finde. So habe ich z.B. ein sehr luxoriöses Hotel in einer ranzigen Seitenstraße gefunden. Sah schon sehr seltsam aus den Eingangsbereich des Hotels in dieser Straße zu erblicken. Darüber hinaus habe ich (glaube ich) das russische Viertel gefunden – Auf Grund der Nähe zu Russland gibt es hier anscheinend viele Russen. Jemand sagte mir sogar mal, Ausländer seien hier daher recht unbeliebt. Jeder würde sie immer für Russen halten. Dieses Vorurteil kann ich so nicht bestätigen. Mir sind die meisten Chinesen bisher sehr aufgeschlossen und freundlich gegenübergetreten – Im Grunde hat sich das Viertel nicht sehr vom Rest unterschieden. Lediglich die Leute, die sich dort befanden, sahen anders aus und redeten anders. Darüber hinaus gab es das ein oder andere Gebäude, was meiner Meinung nach einen russischen Touch hatte.
Der nächste unfreiwillige Wegpunkt war eine Art Handwerksgasse. Diese war ziemlich interessant. So gab es z.B. viele Geschäfte nebeneinander die Holzwaren vertrieben. Eins für Bretter, eins für Platten, etc. und schließlich eines welches Sägearbeiten anbot. Vorstellen kann man sich dies wie in einem Obi, nur dass man alles einzeln bezahlen muss. Gleiches war bei Elektronikwaren zu sehen. Es gab ein Birnengeschäft, ein Kabelgeschäft, ein Maschinengeschäft… Es war auf jeden Fall sehr interessant diese Art von Geschäften zu sehen und wie die Leute dort arbeiten.
Kurz drauf habe ich endlich die Light Rail Station gefunden und mich wieder auf den Heimweg begeben. Auf dem Heimweg habe ich aber noch etwas tolles entdeckt: IKEA und METRO (dazu später mehr)
(Bilder einfügen = zu viel Aufwand *g*, darum so: https://picasaweb.google.com/MrZwerg/Downtown?authkey=Gv1sRgCMiun5CFlc_-Jw#)
Vor besagten zwei Wochen habe ich mich das erste Mal Richtung Downtown aufgemacht um mir eine Sprachschule anzuschauen. Dahin gekommen bin ich mit der Light Rail. Diese ist zu vergleichen mit deutschen Straßenbahnen. Allerdings fährt sie zum Großteil auf Stelzen, sodass man sogar eine schöne Aussicht hat. Die Fahrt von meiner Haltestelle bis zum Ende dauert etwa 30Minuten aber die Fahrt kostet gerade einmal 4Yuan (Das sind keine 50cent). Der einzige Nachteil der Bahn ist, dass sie tatsächlich an die Chinesen angepasst ist. D.h. dass die Gewölbte Decke lediglich in der Mitte um die 2,05m oder so hoch ist. Mit Schuhen kann ich auf jeden Fall nicht komplett aufrecht stehen. Stehen muss man aber leider meistens, da die Sitzplätze relativ begrenzt sind und die Bahn stark befahren ist und meine Haltestelle in der Mitte der Strecke ist. In die andere Richtung bin ich noch nicht gefahren, werde ich aber im Sommer wohl mal machen, da dort ein sehr schöner Strand sein soll.
Zurück zu Downtown: Vorher dachte ich DDA (Dalian Development Area), der Teil wo ich wohne, wäre groß, doch da hab ich gesehen wie man sich irren kann. Der eigentliche Stadtkern ist gewaltig. Leider ist es aber auch verdammt schwer sich zurechtzufinden, wenn man kein chinesisch spricht. Für einen Weg der eigentlich 10-15min dauern soll habe ich auf dem Hinweg bestimmt 40min und sogar auf dem Rückweg über eine Stunde gebraucht. Schon doof, wenn man durch einen kleinen Tunnel unter der Bahn hermuss, aber niemandem begreiflich machen kann, dass man auf die andere Seite der Gleise will. Einzig logische Konsequenz: Außen rum. Endlich auf der anderen Seite angekommen wusste ich leider auch nicht weiter. Google Maps hat mir leider nicht den richtigen Standpunkt meines Ziels angezeigt so bin ich erst einmal falsch gelaufen.
Naja, nach längerem Suchen und vielen vergeblichen Versuchen mit Chinesen zu kommunizieren hab ich es schließlich doch gefunden. Das Gebäude war ganz schön imposant. Ich rein und ab zum Aufzug. Acht Stück oder so gab es. Als endlich einer ankam bin ich sofort rein und war ziemlich verdutzt. Ich wollte hoch, sehr hoch… komisch… die Schalttafel ging nur bis 29. Hmm, was ist jetzt passiert? Bin ich doch im falschen Gebäude? Zum Glück bin ich wieder rausgekommen. Und dann wurde es mir klar. Bei so einem Gebäude gibt es „natürlich“ verschiedene Aufzüge. Ein paar von 2-29 und ein paar von 30-ich weiß nicht mehr. Noch imposanter als das Gebäude war aber dann schließlich die Aussicht aus dem 52OG. Ich dachte mit meinen 30 Stockwerken zuhause wäre ich hoch, doch die 22 Geschosse mehr machten sich doch deutlicher bemerkbar als gedacht. Leider konnte ich von der Aussicht nicht viel genießen, da direkt das „Geschäftliche“ rief. Alles erklären lassen, ein bisschen verhandelt und mit den Worten „I will consider it“ wieder gegangen.
(Passt nicht ganz hier hin, aber trotzdem an dieser Stelle: Hier kann man gut sehen, dass die Chinesen sehr viel und immer verhandeln. Dies wurde mir heute noch einmal von einer Chinesin bestätigt, die eine Schuhreperatur von 20 auf 10 runtergehandelt hat und mir dann sagte, dass Businessmen IMMER handeln um auf jeden Fall den Deal zu bekommen. Auf jeden Fall sollte der Sprachkurs zunächst 130/h kosten. Nach mehrmaligem Nachfragen gab es denn einen Firmenrabatt von 10/h… Hab ich gesagt, dass wäre mir immernoch zu viel. Irgendwann machte sie mir das Angebot 100/h wenn ich 100 Stunden machen würde. Habe ich ihr gesagt, dass ich nicht lang genug hier wäre um 100h wahrzunehmen. Als Ergebnis hat sie mir dann schließlich die 100/h auch für das 50h Paket angeboten.)
Der Rückweg war auch ziemlich interessant. Den Tunnel unter der Bahn her hab ich zwar wieder nicht gefunden, dafür ein paar interessante Seiten von Dalian entdeckt wie ich finde. So habe ich z.B. ein sehr luxoriöses Hotel in einer ranzigen Seitenstraße gefunden. Sah schon sehr seltsam aus den Eingangsbereich des Hotels in dieser Straße zu erblicken. Darüber hinaus habe ich (glaube ich) das russische Viertel gefunden – Auf Grund der Nähe zu Russland gibt es hier anscheinend viele Russen. Jemand sagte mir sogar mal, Ausländer seien hier daher recht unbeliebt. Jeder würde sie immer für Russen halten. Dieses Vorurteil kann ich so nicht bestätigen. Mir sind die meisten Chinesen bisher sehr aufgeschlossen und freundlich gegenübergetreten – Im Grunde hat sich das Viertel nicht sehr vom Rest unterschieden. Lediglich die Leute, die sich dort befanden, sahen anders aus und redeten anders. Darüber hinaus gab es das ein oder andere Gebäude, was meiner Meinung nach einen russischen Touch hatte.
Der nächste unfreiwillige Wegpunkt war eine Art Handwerksgasse. Diese war ziemlich interessant. So gab es z.B. viele Geschäfte nebeneinander die Holzwaren vertrieben. Eins für Bretter, eins für Platten, etc. und schließlich eines welches Sägearbeiten anbot. Vorstellen kann man sich dies wie in einem Obi, nur dass man alles einzeln bezahlen muss. Gleiches war bei Elektronikwaren zu sehen. Es gab ein Birnengeschäft, ein Kabelgeschäft, ein Maschinengeschäft… Es war auf jeden Fall sehr interessant diese Art von Geschäften zu sehen und wie die Leute dort arbeiten.
Kurz drauf habe ich endlich die Light Rail Station gefunden und mich wieder auf den Heimweg begeben. Auf dem Heimweg habe ich aber noch etwas tolles entdeckt: IKEA und METRO (dazu später mehr)
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